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Wappen

„In Blau auf rotem Schildfuß ein herschauender ruhender goldener Hirsch.“

Die Grenze zwischen Hirschegg-Piber und Hirschegg-Rein war die Teigitsch, die bei Gutenfeld entspringt (1494). Doch das von Herzog Otakar dem Stift Rein geschenkte, 1210 von Herzog Albrecht VI. bestätigte Gut, die Alpe Gotenveld, begann schon am Alpengipfel beim Ursprung des Markbaches, der in den Rorbach und dieser in die Theukwitz fließt.
Der Markbach musste als Grenzbach schon 1103 bei der Bestiftung St. Lambrechts mit dem Pibertal durch Herzog Heinrich III. von Kärnten bestimmt worden sein. Für seine Kirche in Piber und alle seine Leute hatte schon um 1066 sein Vater, Markwart von Eppenstein, pfarrliche Rechte erworben.
So konnte St. Lambrecht von Piber aus die Patronatsrechte über die Kirche in Hirschegg ausüben, die es mit dem Tafernrecht zu Hirzek 1245 bestätigt erhielt, obwohl das Stift Rein auf seinem Grund die Marienkirche erbaut hatte.

Das bis in Hochlagen besiedelte Gebiet wurde von beiden Herrschaften auch zu Schwaigen genützt. Käse wie Schafwolle, Flachs und Getreide hatten die Reiner wie die Piberer Untertanen zu leisten. Diese mussten um ihre Almrechte an der Pleschalpe kämpfen; 1598 konnten sie mit den Kainachern um deren Anteil einen Vertrag schließen.
Rein nutzte auch seinen reichen Waldbestand im Mittereck; 1459 wurde er dem Herrn auf dem Kärntner Waldenstein zu Raumrecht vergeben. Im 16. Jahrhundert verlor Rein vorübergehend sein Hirschegg.

Von dem zum Schutz des Weges über das Salzstiegl errichteten Wehrbau blieb nur der Name Stein erhalten. In seiner Nähe konnte 1482 Steinmetz Ulrich seine Hofstätte erwerben.
Seiner Kunst ist das gotische Maßwerk der Kirche, Juwel steirischer Baukunst, zu danken. Unbekannt bleibt der Meister des gotischen Schreins mit dem Weihnachtsgeschehen.
Der davor lagernde Hirsch, Zeichen der unsterblichen Seele, deutet den Namen der Gemeinde, dessen Wappen die Farben der beiden Stifte, das Gold/Blau von Rein und das Gold/Rot von St. Lambrecht, erhielt.

Entwurf des Wappens: Heinrich Purkarthofer, Graz.


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